Das Witr-Gebet
Witr („ungerade“) schließt die Nacht ab - nach Isha bis zur Morgendämmerung. Nach hanafitischer Schule wajib (3 Rakat), nach den anderen stark empfohlene Sunnah (1, 3 oder mehr ungerade Rakat).
Sahih al-Bukhari 990; Sahih Muslim 752; Sunan Abi Dawud 1425 (Dua al-Qunut)
1
Zeit
Nach dem Isha-Gebet bis zum Beginn von Fajr. Wer nachts aufsteht, betet es am Ende des Nachtgebets.
2
Form (hanafitisch)
allāhumma innā nastaʿīnuka wa-nastaghfiruka wa-nuʾminu bika wa-natawakkalu ʿalayka wa-nuthnī ʿalayka l-khayr, wa-nashkuruka wa-lā nakfuruka, wa-nakhlaʿu wa-natruku man yafjuruk. allāhumma iyyāka naʿbudu wa-laka nuṣallī wa-nasjud, wa-ilayka nasʿā wa-naḥfid, narjū raḥmataka wa-nakhshā ʿadhābak, inna ʿadhābaka bi-l-kuffāri mulḥiq
3 Rakat mit nur einem Taslim am Ende: In allen drei Rakat wird nach Al-Fatiha eine weitere Sure gelesen. Nach der 2. Rakat sprichst du das Taschahhud und stehst ohne Salam wieder auf. In der 3. Rakat folgt nach der Sure „Allahu Akbar“ mit erhobenen Händen, dann der Dua al-Qunut (unten), dann Ruku.
3
Form (andere Rechtsschulen)
Z. B. 2 Rakat mit Taslim + 1 einzelne Rakat; Qunut ist dort vor allem in der zweiten Ramadan-Hälfte üblich. Beide Formen sind authentisch. Richte dich nach deiner Rechtsschule und frage im Zweifel einen Gelehrten.